Castellschule benötigt künftig weniger Kreide (Lingener Tagespost)
vb Lingen. „Ein schlechter Unterricht wird durch ein Whiteboard nicht automatisch besser — ein guter Unterricht kann davon aber durchaus profitieren.“
Eine zweite digitale Tafel, ein sogenanntes Whiteboard, wird nun an der Lingener Castellschule eingesetzt — die am Sponsorenlauf beteiligten Schüler, die Schulleiterin Marion Terstiege (links) sowie der Fördervereinsvorsitzende Josef Lüken und der Schulelternratsvorsitzende Hubert Penniggers (hinten v. l.) freuten sich über die Neuanschaffung.
Bei der Übergabe der digitalen Tafel verdeutlichte die Leiterin der Castellschule, Marion Terstiege, mit einigen Beispielen diese Einschätzung. „Wenn wir uns im Kunstunterricht mit Graffiti beschäftigen, können wir uns nun im Internet gemeinsam andere Beispiele ansehen, diese direkt ausdrucken oder am angeschlossenen PC zusammen ein Bilderbuchkino entwickeln.“
Auch könnten so einige speziell für Grundschüler entwickelte Lernprogramme besser im Unterricht eingesetzt werden — besteht doch die komplette Whiteboard-Ausrüstung nicht nur aus der weißen Digitaltafel, sondern auch aus einem Beamer, einem angeschlossenen Laptop samt Drucker sowie einer Lautsprecheranlage. „Es wäre allerdings schön, wenn die Schulbuchverlage noch mehr speziell aufbereitete Inhalte für diese neue Technik anbieten würden. Das ist bislang noch etwas zu wenig“, kritisierte die Pädagogin.
Seit dem Schuljahr 2009/10 ist an der Schule bereits ein Whiteboard im Einsatz, dieses war von der Stadt aus Mitteln des Konjunkturpaketes angeschafft worden. So verfügen derzeit sechs der 17 Grundschulen in der Stadt Lingen über eine solche digitale Tafel. Jetzt übernahm der im Jahr 2000 gegründete Förderverein der Castellschule die 3300-Euro-Investition. Das Geld stammt dabei sowohl aus den Beiträgen als auch aus dem von Mitgliedern organisierten Essens- und Getränkeverkauf beim letztjährigen Sponsorenlauf im Lingener Emslandstadion. Bei diesem sportlichen Großereignis waren im April 2010 gut 4500 Euro zusammengekommen, 2000 Euro waren für ein Schulprojekt in Paraguay gespendet worden.
„Wir wollen die Arbeit der Schule kontinuierlich unterstützen“, erklärte der scheidende Fördervereinsvorsitzende Josef Lüken. So konnte mit diesen Fördergeldern bereits die EDV-Anlage erweitert, Schulprojekte gefördert, Lehrkoffer angeschafft oder auch die Homepage eingerichtet werden.